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Unser aktuelles Stück – Jedermann

Unser neues Stück – Der Alpenkönig

Der Alpenkönig und der Menschenfeind von Ferdinand Raimund ist ein Romantisch-komisches Original-Zauberspiel in zwei Aufzügen aus dem Jahr 1828.

Regie: Gabriele Küffner

Herr von Rappelkopf, ein wohlhabender Mann, verliert durch den Betrug eines Freundes das Vertrauen in die Menschen und zieht sich, enttäuscht und verbittert, mit seiner Familie in die ländliche Einsamkeit zurück.

Sein, ins wahnhafte gesteigertes Misstrauen, vergiftet jedoch auch hier die familiären Beziehungen. Er glaubt sich von Frau, seiner Tochter und dem Personal hintergangen und verraten, belogen und betrogen und überzieht sie mit andauernden jähzornigen Ausbrüchen. Ja, selbst seinen verstorbenen Ehefrauen unterstellt er „aus Bosheit“ gestorben zu sein.

Die Jagd des Alpenkönigs Astragalus – der Freund aller Verirrten – eröffnet das Stück. Dort trifft er auf Malchen, die Tochter Rappelkopfs, die ihren zukünftigen Verlobten August von seiner Italienreise zurück erwartet. Er erfährt, dass Herr von Rappelkopf unter keinen Umständen einer Heirat zwischen beiden zustimmen wird und verspricht ihnen seine Hilfe.

Unterdessen hat sich im Hause Rappelkopf die Situation zwischen Personal und Herrschaft so dramatisch zugespitzt, dass Rappelkopf, überall Verrat und Attentat witternd, in rasender Wut sein Heim verlässt, um als Eremit, geschützt vor der heimischen „Brut“, den Rest seines Lebens zu verbringen. Im Wald angekommen kauft er sich eine Köhlerhütte, wirft die Familie hinaus und begegnet dort dem Alpenkönig, der versucht beschwichtigend, mit Klarheit und Vernunft, auf ihn einzuwirken und seiner Misanthropie ein Ende zu setzen. Doch Rappelkopf verweigert sich auch ihm. Astragalus verliert die Geduld und zwing ihn, durch einen Zauber, in eine Verdoppelung seiner selbst: Astragalus verwandelt sich in Rappelkopf und Rappelkopf in seinen Schwager, der, aus Italien zurückkehrend, von Alpengeistern in den Bergen festgehalten wird. Erst der Perspektivwechsel, sich selber, seine Tyrannei, seinen Menschenhass anschauen zu müssen, bringt eine Veränderung. Dieser erzwungene Rollentausch lässt in Rappelkopf die Erkenntnis seiner Selbst reifen – über das Zuhören müssen verliert das Alter Ego seine Macht und Rappelkopf kann sich, versöhnt mit sich, wieder seiner Familie öffnen. Aus dem Menschenfeind wird ein „pensionierter Menschenfeind“.